Ratgeber 13 · Vorlagen & Kanäle
WhatsApp-Texte für Kundenempfehlungen
Kurze, persönliche Texte lassen sich leichter weiterleiten und wirken glaubwürdiger.

Kurze, persönliche Texte lassen sich leichter weiterleiten und wirken glaubwürdiger.
WhatsApp ist der Kanal, über den Empfehlungen im Handwerk tatsächlich laufen — nicht E-Mail, nicht das Kontaktformular. Hier stehen fertige Texte zum Kopieren, für vier verschiedene Situationen, plus die rechtliche Grenze, die Sie kennen müssen.
Die Grundregel: kurz, konkret, ohne Druck
Eine gute Empfehlungsnachricht passt auf einen Handy-Bildschirm ohne Scrollen. Sie nennt einen konkreten Anlass, macht eine klare Bitte und lässt dem Kunden sichtbar die Wahl. Alles, was länger ist, wirkt wie ein Serienbrief — und Serienbriefe werden nicht weitergeleitet.
Drei Dinge gehören immer hinein: der Bezug auf das konkrete Projekt, ein fertiger Link oder QR-Code, und ein Satz, der das Nein leicht macht.
Vorlage 1 — direkt nach der Abnahme
Der stärkste Moment. Das Ergebnis ist frisch, die Erleichterung noch spürbar. Schicken Sie diese Nachricht am selben Tag, nicht erst mit der Rechnung.
Vorlage 2 — nach einem spontanen Lob
Wenn der Kunde von sich aus etwas Positives sagt, ist die Tür bereits offen. Nutzen Sie genau seine Worte, dann wirkt die Bitte wie eine natürliche Fortsetzung des Gesprächs statt wie ein Themenwechsel.
Vorlage 3 — beim Bestandskunden nach längerer Zeit
Hier braucht es einen Anlass, sonst wirkt die Nachricht aus dem Nichts. Der Anlass kann klein sein: eine Jahreszeit, ein abgeschlossenes Nachbarprojekt, eine Wartungserinnerung.
Vorlage 4 — die Nachricht, die Ihr Kunde weiterleitet
Das ist die wichtigste und die am häufigsten vergessene. Ihr Kunde soll nicht selbst formulieren müssen. Geben Sie ihm einen fertigen Text mit, den er ohne Änderung an seinen Bekannten weiterschicken kann.
Diese eine Nachricht mitzuliefern, senkt die Hürde stärker als jede Prämie. Wer empfehlen will, aber nicht weiß, wie er es formulieren soll, schiebt es auf — und vergisst es dann.
Die rechtliche Grenze, die Sie kennen müssen
Sie dürfen Ihrem eigenen Kunden schreiben, mit dem Sie eine Geschäftsbeziehung haben. Sie dürfen nicht die Handynummer seines Bekannten entgegennehmen und diesen unaufgefordert anschreiben. Das wäre Werbung ohne Einwilligung nach § 7 UWG — abmahnfähig, unabhängig davon, wie freundlich die Nachricht formuliert ist.
Der saubere Weg ist deshalb immer derselbe: Ihr Kunde leitet weiter, der Bekannte meldet sich selbst. Deshalb ist Vorlage 4 nicht nur die wirksamste, sondern auch die rechtlich unproblematische Variante.
Häufige Fragen
Was Betriebe dazu wissen möchten.
Wie viele Nachrichten sind zu viel?
Eine Bitte, und höchstens eine freundliche Erinnerung nach zwei bis drei Wochen. Danach nicht mehr. Wer dreimal nachfasst, bekommt keine Empfehlung, sondern verliert einen Kunden.
Sprachnachricht oder Text?
Text. Eine Sprachnachricht lässt sich nicht weiterleiten, ohne dass es seltsam wirkt, und der Link fehlt darin. Wenn Sie persönlich wirken wollen, schicken Sie eine kurze Sprachnachricht plus den Text mit dem Link hinterher.
Was, wenn keine Antwort kommt?
Das ist der Normalfall und kein schlechtes Zeichen. Viele leiten weiter, ohne Ihnen davon zu erzählen. Genau deshalb sollte der Link erkennbar machen, über wen ein neuer Kontakt gekommen ist — sonst danken Sie dem Falschen oder gar niemandem.
Direkt ausprobieren
Empfehlungsablauf im eigenen Betrieb testen.
30 Tage kostenlos – ohne Zahlungsdaten während der Testphase.
